Die eigenen Finanzen sind ein Thema, mit dem man sich selten beschäftigt. Man schaut regelmäßig auf sein Konto, einen Überblick über die eigene Situation hast man selten. Bei dir spielt finanzielle Sicherheit eine große Rolle? Wie willst du dann deinen eigenen Weg gehen, wenn dir dein eigener finanzieller Status Quo nicht bekannt ist?

Wie verschaffst du dir einen Überblick über deine Finanzen?

Für die Transparenz über deine finanzielle Situation, führt kein Weg am Haushaltsbuch vorbei. Es spielt keine Rolle, ob du eine App dafür verwendest oder auf die papierhafte Variante zurückgreifst. Am Ende zählt das Ergebnis. Was musst du tun?

  • Nimm deine Kontoauszüge der letzten 3 Monate und notiere alle Ausgaben. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um regelmäßige oder einmalige Ausgaben handelt
  • Kategorisiere deine Ausgaben. So kannst du alle Versicherungen in einer Kategorie zusammenfassen und Lebensmittel in einer Anderen
  • Notiere alle künftigen Ausgaben in deinem Haushaltsbuch. Entweder trägst du sie direkt ein oder sammelst die Kassenbelege und setzt dich ein Mal pro Woche hin

Doch was passiert, wenn du die Transparenz hast? Selbst dann können immer noch „plötzliche“ Ausgaben kommen und dein finanzieller Spielraum ist in diesem Monat deutlich geringer. Ob es Versicherungen sind, deren Jahresbeitrag auf einmal abgebucht wird oder die Waschmaschine, die kaputt geht. Doch aus welchem Grund ist das so? Eigentlich stehen diese Ausgaben doch schon im Vorfeld fest und sind planbar. Warum also nicht „vorsorgen“?

Wie kannst du deine Ausgaben planen?

Genau das war bei mir der Fall, ich wollte jährlich wiederkehrende Ausgaben planen. Aus diesem Grund habe ich mich mit dem Thema „Kontensystemen“ beschäftigt. Die Suche im Internet hat eine Vielzahl von Möglichkeiten ergeben. Ob es nun die Kontensysteme von Bodo Schäfer, Gerald Hörhan, Robert Kiyosaki oder Alex Fischer sind. Mir war bei meinem System neben der Umsetzbarkeit auch die Planbarkeit von großen Ausgaben wichtig. Wie habe ich das gemacht? Stelle dir dafür folgende Fragen:

  1. Welche Beträge fallen nicht monatlich an, sondern werden in einem oder mehreren Beträgen fällig? Dazu zählen Versicherungen, Mitgliedschaften o.ä.
  2. Wieviel Geld möchtest du jährlich für Weiterbildung ausgeben? Weiterbildung ist ein wichtiges Thema, warum auch nicht diese Ausgaben planen
  3. Was gibst du durchschnittlich im Jahr für Kleidung, Technik oder auch Reparaturen etc. aus?
  4. Wieviel kostet dein Urlaub im Jahr?
  5. Wieviel Geld möchtest du monatlich in dich investieren? Der Betrag, der mir später regelmäßige Erträge abwerfen soll? Und ja, es sollten mindestens 10 Prozent sein
  6. Welche wiederkehrenden und gleichbleibenden Ausgaben hast du im Monat?

Wie erstellst du dein eigenes Kontensystem?

Durch die Fragen bekommst du ein klares Bild über deine Ausgabensituation. Im ersten Moment wirst du dich vielleicht fragen, was dir dann monatlich noch „zum Leben“ bleibt. Die Antwort lautet: Der Rest.

Nachdem du nämlich alle Beträge in EUR festgelegt hast, überlegst du dir bei welcher Bank du die einzelnen Konten (Goldene Gans, Weiterbildungskonto, Investitionskonto, Urlaubskonto und Jahresausgabenkonto) aufmachst. Ja, du hast richtig gelesen, es sind neben deinem Girokonto fünf zusätzliche Konten. Du kannst dafür entweder eine Bank auswählen, die entsprechende Unterkonten anbietet oder unterschiedliche Banken. Schau, was für dich passt. Dann legst du verschiedene Daueraufträge je Verwendungsziel an und fertig. Darüber hinaus kannst du die monatlichen Ausgaben von einem zweiten Girokonto abbuchen lassen. So weisst du am Tag deines Gehaltseinganges, wieviel Geld du diesen Monat „übrig“ hast. Künftig wirst du keine Überraschungen mehr erleben!

Erkenntnis für dich

Finanzen ist kein Zaubertrick. Schaffe Transparenz über deine finanzielle Situation und mache deine Ausgaben planbar. So kannst du jederzeit sagen, welcher monatliche Betrag notwendig ist, um das Gefühl von finanzieller Sicherheit zu haben.

Nutze die Gelegenheit!                                                                                                                                                   Dein Benjamin

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