Ich habe meinen Glaubenssatz „Ich kann nicht kreativ sein“ über Jahre konserviert und zur Standardantwort bei vielen Kreativitätsthemen gemacht. Wie kannst du lang gepflegte Glaubenssätze loswerden? Vielleicht fragst du dich jetzt, ob das überhaupt funktioniert.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze spielen sich im Unterbewusstsein ab und entstehen entweder durch gemachte Erfahrungen oder auch durch die Erziehung. Es sind Gedanken, die wir immer und immer wieder denken, bis sie zur Realität werden. Eine Form von innerer Überzeugung. Sie können uns helfen bestimmte Ziele zu erreichen, aber auch unsere Erfolge verhindern. Vielleicht kennst du folgende Sätze auch von dir oder deinem Familie/Freunden Umfeld:

  • „Ich habe es nicht verdient,“
  • „Das können andere besser als ich.“
  • „Lass es lieber sein, es wird sowieso nichts.“
  • „Ich bin nicht gebildet genug.“
  • „Ich bin zu jung/zu alt.“
  • „Mir ist es wichtig, was andere denken.“
  • „Ich werde scheitern.“
  • „Ich habe keine Zeit.“
  • Und last-but-not-least: „Ich bin nicht kreativ.“

Wenn du solche Sätze bekannt vorkommen, dann ist es ein eindeutiges Indiz für Glaubenssätze, die dich limitiere. Sie verhindern, dass du dein ganzes Potential entfaltest. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist so! Ich habe mich jahrelang bei kreativen Arbeiten zurückgehalten, meine Antwort lautete immer: „Ich kann alles außer Kreativität.“. Dies habe ich so lange gemacht, bis ich es wirklich selber geglaubt habe. Als es dann darum ging, meine ersten Schritte in die nebenberufliche Selbstständigkeit zu gehen, musste ich mich diesem Glaubenssatz stellen. Wie sollte ich Blogartikel schreiben, ohne kreativ zu sein.

Wie wirst du Glaubenssätze los?

1. Schritt 

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass du dir deiner Glaubenssätze bewusst wirst. Sind sie dir nicht bewusst, dann kannst du sie auch nicht ändern. Ein Indiz dafür sind deine Vorannahmen, die du im Alltag triffst oder wenn du mit einem negativen Ergebnis rechnest. Nun liegt es an dir zu entscheiden, ob dieser Glaubenssatz für dich in Zukunft eher zu Einschränkungen führt oder dir einen Nutzen bringt. Sollte es Letzteres sein, dann kannst du dich freuen. Solltest du aber zum Schluss kommen, dass er dich eher einschränkt, dann gehe zum nächsten Schritt.

2. Schritt 

Tausche nun diesen Glaubenssatz gegen einen Neuen aus. Dabei ist es wichtig, dass du für kurze Zeit deine Gefühle spürst, die du mit dem alten Glaubenssatz verbindest. Beantworte für dich deshalb folgende Fragen:

  • Was hat es mich in der Vergangenheit gekostet, diesen Glauben aufrechtzuerhalten?
  • Was kostet es mich gerade jetzt?
  • Und was wird es mich geistig, emotional und finanziell in der Zukunft kosten, wenn ich diesen Glauben nicht heute verändere?

Nachdem du diese Fragen für dich beantwortet hast, geh auf die Suche nach einem neuen Glaubenssatz. Bei mir war das relativ einfach:

„Ich bin kreativ und schreibe meinen eigenen Blog!“

Nun verändere deinen alten Glaubenssatz nach Lust und Laune. Formuliere ihn um „Alle Menschen sind kreativ“ oder „Es gibt niemanden, der unkreativ ist.“. Probiere, den Satz mit der Stimme von Mickey-Mouse zu sprechen. Dadurch unterbrichst dein altes Muster und setzt den neuen Glaubenssatz an dessen Stelle. Wie wird sich dein Leben verändern, wenn du mit dem neuen Glaubenssatz lebst?

Erkenntnis für dich

Manchmal kann es so einfach sein. Negative Glaubenssätze sind nie endgültig, es ist wichtig, dass du sieht erkennst. Dann kannst du sie auch verändern. Das beste Beispiel dafür, hast du gerade durchgelesen: meinen Blogartikel.

Nutze deine Gelegenheit!

Dein Benjamin

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